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von Susanne Ronnbusch
Viele
Frauen, die an Brustkrebs erkranken, entdecken die Veränderung an
ihrer Brust selbst, ertasten den Knoten zuerst. Bestätigt dann die
Frauenärztin oder der Arzt die Diagnose, bekommen die Betroffenen
Angst - vor dem Krankenhaus und der Operation. "Nicht selten leidet
die Patientin nicht nur unter der Diagnose, sondern auch unter der gegenwärtigen
Stuktur des Medizinbetriebes", betont Willfried Jocobs, Vorstandsvorsitzender
der AOK, Rheinland und Vorstandsmitglied der deutschen Krebshilfe.
Jedes Jahr erkranken allein in Deutschland 46.000 Frauen an Brustkrebs.
Ist die Diagnose einmal gestellt, gerät die Frau in den meisten Fällen
in einen "Medizinbetrieb", in dem sie nur ein Krankheitsfall
ist. Die psychische Belastung der Patientin wird kaum aufgefangen, die
Angst vor der Krankheit noch verstärkt statt sie zu besiegen.
Vor allem aber werden der Patientin zur klassischen Brustkrebstherapie,
mit Operation, Stahlen- und Chemotherapie keine Alternativen aufgezeigt,
weil keine Studien deren Wirksamkeit belegen.
Bernd Joschko ist Begründer der Synergetik
Therapie (Synergetik bedeutet Lehre vom Zusammenwirken) zur Krebsbehandlung,
die vereinfacht gesagt eine Anleitung zur Selbstheilung darstellt. Joschko
will in einer Studie aufzeigen, das Selbstheilung bei Brustkrebs möglich
ist. Fälle von Spontanheilungen habe es zwar immer gegeben, sie seien
aber nie systematisch erforscht worden: Einzig die Biochemikerin Caryle
Hirsberg beschreibt Gesetzmäßigkeiten der Selbstheilung in
ihrem Buch "Gesund werden aus eigener Kraft". Hier soll auch
die Studie Josckos ansetzen. Alle Informationen über Brustkrebs,
seien es schulmedizinische oder altervative Behandlungsmethoden sollen
gesammelt und ausgewertet werden.
Forschung
ausweiten
Auch Therapeuten und Heilpraktiker aus dem Bereich "Alternative
Medizin" fordern seit langem eine Erweiterung der Forschung und Behandlungsmöglichkeiten
in der Krebsmedizin. So bemüht sich der Arbeitskreis Komplementäre
Onkologie Deutscher Heilpraktiker darum, Erkenntnisse naturheilkundlicher
Krebstherapie zu sammeln und nutzbar zu machen. Doch nicht nur die Krebsbehandlung,
auch die Vorsorge könnte spürbar verbessert werden, "stünden
diesem Anliegen nicht massive Lobby-Interessen aus orthodoxer Ärzteschaft
und Pharmaindustrie entgegen", so der Arbeitskreis.
Dietrich Beyersdorffer, Mitbegründer der Gesellschaft für biologische
Krebsabwehr, ist der Ansicht, daß "viele Brustkrebserkrankungen
sich durch eine Änderung der Lebensweise verhindern lassen. Brustkrebs
wird begünstigt durch alles, was den Hormonhaushalt aus dem Gleichgewicht
bringt und zu einem Überschuß an Östrogenen beiträgt."
Der Östrogenspiegel im Blut läßt sich jedoch durch eine
ausgewogene Ernährung beeinflussen. Vor allem Fett, aus dem der Körper
Hormone bilden kann, schadet. Dagegen enthalten Vollkorngetreide, Sojaprodukte
und Kohlgemüse Pflanzenhormone, die verhindern, daß zu viele
körpereigene Östrogene die Zellenkrankhaft verändern. Nach
neuen Untersuchungen haben die ungesättigten Fettsäuren in Raps-
und Olivenöl eine günstige Wirkung auf den Östrogenspiegel,
Alkohol gilt übrigens auch als Risikofaktor für Brustkrebs,
denn er regt die Östrogenproduktion an.
Misteln
bei Chemotherapie
Nach einen chirurgischen Eingriff bei Brustkrebs kann
eine pflanzliche Kost das Allgemeinbefinden der Patientin verbessern.
Wird eine Chemotherapie durchgeführt, kann eine begleitende Misteltherapie
die Nebenwirkungen, wie Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Appetitlosigkeit
und Übelkeit, deutlich vermindern, bewies eine Studie eines Pharmaunternehmens.
Professor Josef Beuth, Leiter des Kölner Universitätsinstituts
für die Prüfung naturheilkundlicher Heilverfahren, urteilt:
"Es wurde bewiesen, daß mit der Mistelbehandlung keine "Immunkosmetik"
betrieben, sondern ein Nutzen für den Patienten erzielt wird."
In die Studie waren 272 Frauen einbezogen, die an Brustkrebs erkrankt
waren.
Fazit: Bislang gestaltet sich der Weg einer Patientin von den ersten Symptomen
der Krebserkrankung über die Diagnose und Therapie bis hin zur Nachsorge
recht unterschiedlich. Nicht immer gerät eine kranke Frau an Ärztinnen
und Ärzte, die ganzheitlcih denken und der Patientin alle Behandlungsmöglichkeiten
aufzeigen.
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